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Der legendäre Tempel von Karnak in Ägypten

Mord im Tempel

Mord im Tempel, Die alten Ägypter
Bild: ARD, Serie: Die alten Ägypter


Priester ermorden Enkelkinder des Petiese


Pharao Psammetich I. musste etwas gegen die Priesterschaft des Amun tun, die in Ägypten immer stärker geworden sind und überdies über zahlreiche Tempel und Grundbesitz verfügten. Um die anwachsende Macht zu stoppen, sandte Psammetich I. seinen Cousin Petiese nach Te-udschoi in Mittelägypten, die Sitz eines großen Amun-Tempels ist. Petiese sollte die Priester überwachen und deren Einnahmen an den Pharao weiterleiten. Petiese erfüllte seine Aufgaben hervorragend und ernannte sich bald zum Chef des Tempels. Er wird reich und mächtig, seine Tochter heiratet einen guten Mann und bald sind zwei Enkelsöhne da.


Das luxuriöse Leben, das die Familie führt, wird von den Priestern kritisch beäugt. Petiese hatte ihnen zu oft große Demütigungen zugefügt, um dem Ziel des Pharao näher zu kommen. Bald wird Petiese nach Theben an den Königshof gerufen. So überlässt er seine Geschäfte seinem Schwiegersohn, um in Theben ein einflussreicher Mann zu werden.


Die Enkel von Petiese wachsen heran und sollen Hohepriester des Amun werden. Vertraut mit dem Alltag der Priester übernahmen die Enkel verschiedene Aufgaben und waren während dessen auf sich gestellt. Die Priester suchten sich einen solchen Zeitpunkt aus und ermordeten beide Enkel, indem sie sie mit Knüppeln erschlugen. Das war die Rache an Petiese für die erfahrenen Demütigungen, die ihnen zugefügt wurden. Dieser Mord der Priester an den Enkelsöhnen des Petiese erschütterte das Städtchen Te-udschoi derart, dass es beinahe zu einem Bürgerkrieg gekommen wäre.


Petiese reiste erneut nach Te-udschoi um den Mord aufzuklären. Seine Tochter stand vor lauter Trauer kurz vor einem Zusammenbruch. Als Petiese aber Recht sprechen sollte, war er einerseits in Sorge um seine Tochter und deren Familie und andererseits durfte er seine eigene Situation in der Politik nicht vergessen.


Schließlich wurden die an der Tat beteiligten Priester freigesprochen von Petiese. Nach der Urteilsverkündung reiste er wieder nach Theben, um dort seinen politischen Pflichten nachzukommen.



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