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Der legendäre Tempel von Karnak in Ägypten

Die Rote Kapelle von Karnak

Rote Kapelle, Hieroglyphen und Kartuschen
Hieroglyphen und Kartuschen


Die Rote Kapelle von Karnak


Die Rote Kapelle wurde von Pharaonin Hatschepsut (1473-1458 v. Chr.) errichtet und diente als Barkensanktuar für Amun-Re. Dafür wurden Quarzit- und Dioritblöcke verwendet. Ursprünglich stand die Rote Kapelle vermutlich im Großen Hof des Amun-Tempels.


Beim Bau der Roten Kapelle wurde eine völlig neue Strukturierung angewandt. Die Steinblöcke waren durchweg gleich groß, und durch die sogenannte Ziegelbauweise war die Errichtung des Gebäudes relativ einfach. Natürlich waren die Wände mit Reliefs verziert, die Königin Hatschepsut meistens mit ihrem Neffen und Mitregenten Thutmosis III., aber auch allein, bei rituellen Handlungen zeigten. So auch über die Errichtung der Obelisken auf Wunsch der Pharaonin. Auffallend bei den Darstellungen auf den Wänden war jedoch, dass sie meist auf die Größe eines Steinblocks reduziert waren. Selten dehnte sich eine Darlegung auf zwei Steinblöcke aus und wenn dann nur in horizontaler Richtung. Von dieser Verzierungsweise waren die Tore der Roten Kapelle natürlich ausgenommen. Eine weitere wichtige Dekoration waren offensichtlich Lattichfriesen. Lattich zählte man zu den heiligen Pflanzen des Min-Gottes, dem Gott der Fruchtbarkeit. Auf Prozessionen ihm zu Ehren trug man Beete von Lattich mit.


Im hinteren Bereich der Roten Kapelle wurde ein Sockel eingebaut, auf dem Amuns Barke abgesetzt wurde. Auch dieser Sockel war mit einem Lattich-Fries geschmückt.

Nach dem Tod der Pharaonin Hatschepsut wurde die Dekoration der Roten Kapelle von Pharao Thutmosis III. zunächst fortgesetzt. Dann jedoch ließ er das Sanktuar abtragen, um die Steine anderweitig wiederzuverwenden. So errichtete Pharao Thutmosis das Heiligtum des Amun, wobei er manche der Steinblöcke verbaute, die meisten lagerte er.


Erst unter Pharao Amenhotep III. (Amenophis III., 1390 - 1352 v. Chr.) wurden zahlreiche Steine als Füllmaterial für den 3. Pylon eingesetzt.

Diese Steinblöcke wurden bei Restaurierungsarbeiten von Karnak wiederentdeckt, und zwar zwischen 1898 und 1999. Nach gründlicher Untersuchung, war es schließlich im Jahr 2000 möglich, die Rote Kapelle zu rekonstruieren. Wie die Weiße Kapelle kann man die Rote Kapelle im Freilichtmuseum von Karnak begutachten.

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